Der biologische Uhr: Achten Sie auf die innere Uhr!
Unser Leben wird von biologischen Rhythmen bestimmt – Sie regeln, wann wir besonders fit sind, wann der Körper Pausen braucht oder in einem Leistungshoch ist. Wer in sich hineinhorcht und sich nach der “inneren” Uhr richtet, kann seine Kräfte besser einteilen und nutzen.
Morgens möglichst rasch aufstehen
Stehen Sie nach dem Aufwachen am besten auch sofort auf. Der Körper ist jetzt auf “Leistung bringen” eingestellt und fühlt sich fit und munter. Bleibt man dann noch liegen, sinkt diese Motivation wieder und das Aufstehen fällt bedeutend schwerer.
Volle Kraft für den Tag
Die schwierigsten Aufgaben des Tages sollten zwischen 10 und 12 Uhr erledigt werden. In dieser Zeit sind Körper und Geist hoch aktiv und topfit, wir können die besten Leistungen bringen und sind sehr belastbar. Um die Konzentration bis zum Mittag zu halten, helfen kleine Pausen mit Bewegung oder Musik.
Mittags eine kleine Ruhepause
Etwa alle vier Stunden geraten Körper und Geist in ein kleines Leistungstief, am müdesten ist man gegen 13 Uhr. Schon ein kleiner Mittagsschlaf von 10 Minuten reicht aus, um die Akkus wieder aufzuladen. Noch besser wirkt gerade nach dem Mittagessen ein flotter Spaziergang. 10 bis 15 Minuten mit schwingenden Armen stramm in der frischen Luft marschieren macht wach und fit. Diese kleinen Auszeiten reichen aus, um neue Kraft zu tanken.
Fit am Nachmittag
Das Gehirn, speziell das Langzeitgedächtnis ist besonders in den Nachmittagsstunden aktiv. Die ideale Zeit für konzentriertes Lernen und das Lösen von schwierigen Aufgaben. Auch das Immunsystem hat zu dieser Zeit seinen Leistungshöhepunkt. So erzielen z.B. Schutzimpfungen gegen 16 Uhr die größte Wirkung.
Am späten Nachmittag
Zwischen 17 und 19 Uhr ist die beste Zeit, um sich körperlich richtig auszupowern. Am frühen Nachmittag sind Blutdruck und Kreislauf richtig auf Zack, die Herz- und Atemfrequenz erreichen Maximalwerte. Sportliche Aktivitäten fallen in dieser Zeit besonders leicht.
Am Abend kommt die Ruhe
Am Abend hat der Organismus seinen Dienst getan und benötigt Ruhe und Entspannung. Musik hören, lesen oder auch mal meditieren lassen ihn zur Ruhe kommen. Aber auch Treffen mit Freunden oder ein schöner Film können das Wohlbefinden steigern und relaxen. Gönnen Sie sich jetzt Erholung, welche Form Sie dabei bevorzugen, spielt keine so große Rolle. Sportliche Aktivitäten sollten in den späten Abendstunden nicht mehr stattfinden. Sie puschen den Körper auf und es fällt dann wesentlich schwerer, zur Ruhe zu kommen.
Regeneration in der Nacht
Das der Schlaf vor Mitternacht der erholsamste ist, stimmt so nicht. In den ersten 4 bis 5 Stunden finden die längsten Tiefschlafphasen statt. Die sind für den Organismus besonders wichtig. In den Tiefschlafphasen erholen sich Körper und Geist von den Anstrengungen des Tages, alte Zellen werden abgebaut und repariert, neue aufgebaut. Das Gehirn verarbeitet die erhaltenen Informationen und speichert diese ab, so dass wir bei Bedarf wieder auf sie zugreifen können. Ob diese Tiefschlafphasen vor oder nach Mitternacht stattfinden, ist für die Qualität des Schlafes nicht relevant.
Um einen Erholsamen Schlaf zu haben, gehört eine ausgeglichene Schlafhygiene: Am besten jeden Abend zur gleichen Zeit zu Bett gehen. Zum Einschlafen ein schönes Buch lesen oder leise Musik hören, ein Glas warme Milch oder eine Tasse Tee lassen uns angenehm müde werden. Schöne Bettwäsche und ein Schlafanzug oder Nachthemd, in dem man sich wohlfühlt und schön einkuscheln kann, erhöhen unser Wohlbefinden und tragen zu einer erholsamen Nachtruhe bei.
Denken Sie an alles Schöne, dass der Tag Ihnen gebracht hat und seien Sie dankbar dafür. Auf keinen Fall sollte man vor dem Schlafengehen noch körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben. Das fährt die Energien wieder hoch und macht das Einschlafen schwer. Auch sollte man es vermeiden, vor dem laufenden Fernseher einzuschlafen. Sowohl das Flimmern des Bildschirmes wie auch die Geräusche werden vom Gehirn aufgenommen und es kann nicht abschalten.
Wenn wir auf unserem körpereigenen Rhythmus hören und uns nach diesem richten, sind wir belastbarer und ausgeglichener und können unseren Alltag besser bewältigen. Weitere Fitness- und Gesundheitstipps finden Sie hier.
Dani Amberg